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Noch mehr Eigenheiten der Spanier, mein Sprachkurs, und Shoppen in Granada

Es gibt hier unheimlich viele kleine Gassen in den Seitenstraßen. Wenn da einer mit dem Auto oder Moped durchfährt, dann macht der einfach nur kurz *möp mööp* bevor er an der Kreuzung ist – und hofft drauf dass aus einer anderen Straße nicht noch ein weiteres Fahrzeug „im Anmarsch“ ist, denn: Gebremst wird nicht!

Wenn man in ein Geschäft geht, wird man komplett ignoriert. Verkäufer(innen) sind buchstäblich das. Sie stehen an der Kasse und tauschen Ware gegen Geld.

Spanien hin oder her, abends und morgens ist es hier echt kalt!! Heut früh auf dem Weg zum Sprachkurs waren es 4°C … naja immerhin schneit es hier nicht, haha.

Apropos Sprachkurs. Gestern war hier zwar Feiertag, aber es hätte trotzdem Unterricht stattgefunden. Praktikum-Franziska und ich sind nachmittags nämlich mal hin um zu sehen wo genau die Schule ist – und wir wurden bereits erwartet, von einem verblüfft dreinschauenden Herrn, der gar nicht verstand warum wir heute – am ersten Tag! – nicht zum Unterricht erschienen sind. Wir haben ihm dann erklärt dass laut LISA unser Kurs erst ab 1.3. beginnt, aber er meinte nur nein nein, heute. Somit haben wir gleich mal den Einführungstag verpasst, und 16€ zum Fenster rausgeworfen. Außerdem haben wir erfahren dass der unterricht gerade mal 3 Std am Tag ist – wir haben übrigens einen Intensivkurs gebucht!! Wir haben daraufhin beschlossen, das bei LISA anzumerken denn erst wird der Kurs 20€ teurer gemacht ohne das wir informiert werden, und dann geben sie uns auch noch ne falsche Info. Die müssen das doch langsam wissen, das Büro gibts doch mittlerweile schon ein Stück, und wir sind mit Sicherheit nicht die ersten Praktikantinnen von ihnen die den Sprachkurs mitmachen… Wir fanden das echt ärgerlich, und auf LISA wirft das nun auch nicht gerade das beste Licht, wenn ich ehrlich bin. Ansonsten, also los gings um 9 zu einem kurzen Beratungsgespräch in welchen Kurs wir kommen. Ich habe B1, Franziska A2. Bei mir sind noch ein Mädel aus den USA, ein Kerl aus den USA und ein Kerl aus Kanada dabei. Alle drei sprechen schon wirklicht gut Spanisch, nur der Kanadier hat noch einen sehr starken Akzent.  Ich war da irgendwie echt eingeschüchtert. Aber Jose, bei dem wir das Gespräch hatten, meinte das wären Kurse die laut Einstufungstest unserem Niveau entsprechen würden. Mal sehen. Heute gings übrigens um hispanisches/spanisches „cine“, also Filme, Schauspieler, Regisseure usw. Abgesehen von Antonio Banderas kannte ich keinen, auch kaum die Filme, dementsprechend hab ich mich dann auch etwas fehl am Platz gefühlt. Mal sehen wie das die nächsten Tage wird, ansonsten sprech ich mit Jose und frag ob ich in einen anderen Kurs kann…

Heute war ich übrigens „Basic shopping“ – Nutella, Marmelade, Cornflakes, Milch, Eier, Nudeln, Kartoffeln, Pizza, Hähnchenfleisch, Reis, Getränke, … Also Einkaufen ist hier echt teuer! Da muss man als armer Student wirklich schauen wofür man sein Geld ausgibt. Alternativ dazu kann man aber ab und zu mal eine Tapas Tour machen, das heißt man kauft in einer Tapas-Bar ein Getränk (üblicherweise ist das ein Glas Bier, manchmal auch Wein) und bekommt einen kleinen Häppchen, z.B. Oliven, eine Scheibe belegtes Weißbrot, Kartoffelchips, Tortilla, o.ä. umsonst dazu. Das ist halt wirklich nur was kleines, aber man trinkt am Abend ja nicht nur ein was und kann sich somit gleich ein bisschen durch das Angebot probieren. Das ganze kostet dann, je nach gewähltem Tapa, zwischen 1,50€ und 4€.

Einkaufen im Sinne von Shoppen kann man hier übrigens sehr gut. Einige Ketten gibt’s bei uns auch, wie beispielsweise Promod, Zara, und Mango, allerdings offenbar keinen H&M! Es sei denn der ist im Neptuno, dem Shopping Center hier, was ich sehr hoffe…!!! Es gibt aber auch einige (mehr oder weniger spanische) Ketten die ich ganz gut finde, zum Beispiel „Stradivarius“, „Pull and Bear“ oder „Springfield“. Da hab ich mich heute direkt hinreissen lassen und hab mir einen Rock gekauft. Uuups! :D

Ach ja, ich hab jetzt übrigens auch einen Briefkasten und weiß meine Adresse. Also falls ihr mir mal schreiben wollt, dann meldet euch und ich schick sie euch. Ich würde mich auf jeden Fall sehr über Post aus Deutschland freuen. Im Gegenzug bekommt ihr dann ja auch Post aus Spanien. Haha.

So, wieder einen Roman geschrieben... sorry. Machts gut! :-)

1.3.11 22:26


Ein Wochenende in Sevilla - und mehr

Hola! Lang ist’s her. Und es hat sich einiges getan hier.

Nachdem der zweite Tag im Sprachkurs auch nicht viel besser war, habe ich in einen anderen Kurs gewechselt – und bin seitdem super glücklich damit. Die Gruppe ist unheimlich lustig (ein Franzose, ein Däne, ein Holländer, zwei Japaner, und noch eine Deutsche), und der Lehrer könnte auch nicht besser sein. Er ist total locker, und hat sehr gute Ideen wie man so einen Unterricht interessant gestalten kann. Neulich haben wir „TABU XXL“ gespielt, mit Knoten-Knut der hier allerdings Flexi-Coco heißt. Anfangs wars schon etwas schwierig weil wir ja doch noch nicht alle Wörter kennen, aber wir haben uns trotzdem köstlich amüsiert. Bei einer Grammatikübung sind wir irgendwie immer mehr auf das Thema Drogen gekommen (Beispielsatz: Maria nimmt in letzter Zeit öfter das Auto, aber sie will nicht sagen warum), was dann zu „Legalización“ von der Band Ska-P geführt hat. Oder in einem Text kam mal ein Schimpfwort vor (cabrón) und daraufhin meinte er es gibt sogar ein Wörterbuch mit spanischen Schimpfwörtern, das bringt er uns mal mit. :D Wie ihr seht ist es also kein Unterricht im klassischen Sinn, hehe.

Freitag hieß es dann mal wieder: bibbern und bangen – denn die nächste Reise stand schon wieder an. Diesmal gings nach Sevilla, die Franzi besuchen. Komischerweise ging bei mir alles gut, na ja ok die Busfahrt war sehr chaotisch aber ansonsten war nichts. Ganz im Gegenteil bei Melly! Die kam nämlich auch übers WE bzw. noch etwas länger. Ihr Flug sollte um 5 ankommen – SOLLTE! Zuerst hieß es der Flug ab München hat 1,5Std Verspätung (übrigens derselbe Flug auf dem Franzi und ich ebenfalls Probleme hatten... ) dann wurden es zwei Stunden. Den Anschlussflug hat sie natürlich auch verpasst, dann wurde sie umgebucht und sollte irgendwann um 9 landen. Wir wollten sie zusammen abholen, also sind wir zum Flughafen. Auf dem Weg dorthin kam dann die nächste SMS mit einer neuen Abflugszeit – und die Anzeigetafel in der Wartehalle ist auch im Halbstundentakt nach hinten gewechselt. Irgendwann kam dann eine SMS à la „Die lassen uns jetzt tatsächlich ins Flugzeug!!!“ Also nochmal eine Stunde warten... Aber irgendwann hat die Anzeige doch tatsächlich auf „Arrived“ gewechselt – wer hätte das gedacht?! Und wisst ihr um wie viel Uhr? Um 23:45h!! Naja, im Bett waren wir dann so gegen halb 4 – aber kaum war de Tiefschlafphase erreicht, wurden wir auch schon wieder von Handwerkern geweckt die das Haus und die Fenster mit gigantischen Dampfstrahlern geputzt haben. Ihr könnt euch das nicht vorstellen, da sitzt man echt senkrecht im Bett!!! Naja, also dann aufstehen, und los zum Sightseeing: los gings mit dem Stadtbus zum Parque de Maria Luisa (-> Iberoamerikanische Ausstellung) und dem berühmten Plaza de España, und die Kathedrale mit der Giralda. Danach war shopping angesagt, und abends fiesta – natürlich typisch spanisch, d.h. Abendessen ab ca 22 Uhr, Vorglühen ab Mitternacht, und dann so gegen 2 in Richtung Club, namens „Buddha“ losgehen. Dort waren wir dann bis fast 6 Uhr morgens. Der Club an sich war echt super, und wie der Name schon sagt mit vielen Buddhas. Das Publikum war sehr spanisch und deutlich älter, aber es gab auch eine Hand voll Leute in unserem Alter. Eins ist jedenfalls klar: wer sucht – der findet. Und auch wer nicht sucht, wird gefunden. Für eine Nacht, manchmal auch mehr, aber erst mal auf jeden fall für eine Nacht. Völlig egal ob man einen Ring trägt oder sogar seinen Freund dabei hat. Mein bleibt keine fünf Minuten „allein“… Manche gehen dabei eher strategisch vor, d.h. erst lächeln sie dich an, dann tanzen sie dich an, und dann kommen sie sozusagen zur Sache – andere wiederum überspringen das alles und fragen direkt „hey, lust auf sex?!“ Kurz bevor wir gegangen sind, haben wir dann aber noch Antonio, Juan und noch wen kennen gelernt. Juan hatte nämlich, von woher auch immer, eine Clownnase auf und das fand ich irgendwie niedlich – und er hat das gesehen, also sind sie hergekommen. Das waren die einzigen (Spanier) bei denen mich ihre Gesellschaft nicht gestört hat. Also an sowas muss man sich glaub ich schon echt gewöhnen….. zumindest wenn man in den Club geht und einfach nur tanzen möchte. ;-) Die Nacht war ebenfalls kurz und eher schlaflos, denn – wer hätte es gedacht – die Handwerker kamen noch mal! Gnädigerweise diesmal erst so um 8, aber trotzdem war das wieder ein Schock. Sonntags haben wir dann noch die/das Alcázar angesehen und dann gings für mich wieder zurück nach Granada. Fazit: Schlaflos in Seattle Sevilla! Sevilla ist wirklich schön; es gibt nen H&M und Starbucks, aber wenn das in den Clubs überall so ist wie da, muss ich mir das nicht öfter geben… bin ich fast schon froh, denn bei meinen Arbeitszeiten werd ich eh nicht viel Zeit bzw. Elan zum feiern haben.

Apropos Arbeitszeiten, offenbar sind wir sogar 4 Praktikanten!! Also ich weiß ja nicht was die mit uns vor haben, aber so wie mir das beim Vorstellungsgespräch gesagt wurde, ist Granada eigentlich „nur eine kleine Außenstelle“… da bin ich ja gespannt. Bei 40h in der Woche, mal 4, plus zwei Damen für direkten Kundenkontakt, plus zwei weitere Mitarbeiterinnen, plus Chef und Assistent – da muss es dann ja ganz schön hergehen?!

Ach ja, ich hab mein erstes Päckchen aus Deutschland erhalten!! Nach einem kleinem Umweg über Würzburg (Danke noch mal, Melly!) kamen Schokobons, Leibniz Kekse und Milchreis bei mir an. Juhuu!! =)

Und neulich ist mir übrigens aufgefallen, dass es in vielen Supermärkten Kondome nur in einem verschlossenen Glasschrank an der Kasse gibt. Soso. Die Spanier… haha.

In diesem Sinne… hasta luego!

7.3.11 21:41


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